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ipCompetence Vol.6

EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Diese geläufige Phrase enthält mehr als nur einen wahren Kern, was sich leicht überprüfen lässt, wenn man einige Beschreibungen durchliest und dann dazu Bilder ansieht. Aber Bilder kön- nen noch mehr: Sie ziehen geradezu unsere Blicke an, in einem viel größeren Ausmaß als dies Schrift vermag. Grund genug diese Effekte auszunutzen. Nimmt man noch die Kostensenkung in diesen Wirtschaftsbereichen und die ständig steigende Verfügbarkeit der erforderlichen Technik hinzu – fast jedes Mobiltelefon kann fotografieren –, so ergibt sich daraus die gegenwärtige Bilderflut. Aber all diese Fotos sind durch das Urheberrecht ge- schützt; die gerade im Bereich der neueren Medien tech- nisch so einfache Übernahme von Fotos erfordert daher stets die Zustimmung der Urheber (bzw Rechteinhaber), die keineswegs so einfach, billig und schnell zu erhalten ist. Viele Fotos werden daher ohne diese Zustimmung ver- wendet, zum Teil weil sich die Nutzer dessen nicht be- wusst sind oder es ihnen gleichgültig ist. Nicht wenige werden abgemahnt und/oder geklagt. Wer aber ist dazu berechtigt – damit befasst sich Johann Guggenbichler in seinem Beitrag. Und wie viel darf für unzulässige Nutzung verlangt werden – dieser Frage hat sich der gerichtliche Gutachter Clemens Thiele vorgenommen. Der Einsatz fremder Fotos auf Werbematerialien ist nur dann zulässig, wenn sie selbst gemacht oder die entspre- chenden Lizenzen erworben wurden. Was aber, wenn man nicht das Foto selbst nimmt, sondern nur dessen wirklich originelles Motiv? Das kann doch kein Problem sein – oder doch? Dieser Frage geht Christian Handig im abschließenden Beitrag nach. Ob er fündig geworden ist, wird hier aber nicht verraten. Zahllose PowerPoint-Präsentationen sind bunt bebildert, wobei kaum je Rechte der Urheber eingeholt werden. Auch nicht, wenn diese als Handouts oder im Internet zur Verfügung gestellt werden. In den meisten Fällen beschäf- tigt dies die Zuhörer (bzw Leser) ebenso wenig wie den Vortragenden. Zu Recht? Das untersucht Stefan Korn. Axel Anderl und Martina Grama berichten über den Ver- such des Preismanagements durch Urheberrecht und von unglaublich makellos schöner Haut – geradezu un- lauter schön. Ich wünsche Ihnen eine vergnügliche Lektüre und bis zum nächsten Mal! Andreas Hüttner 1ipCompetence Vol. 6 1 Geschäftsführer Kompetenzzentrum für geistiges Eigentum Andreas Hüttner

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